Die 10 besten Smart Locks
Kein Schlüsselsuchen mehr, automatisches Aufsperren beim Nachhausekommen und die Gewissheit, dass die Haustür wirklich verschlossen ist. Wir haben die derzeit zehn besten elektronischen Türschlösser getestet.
Smart Locks sollen den klassischen Haustürschlüssel ablösen. Es genügen ein Smartphone und ein PIN-Code, oder Sie nähern sich einfach nur an – und die Haustür entriegelt sich. Für diesen Komfort ist kein großer Aufwand notwendig. Am einfachsten sind Smart Locks zu installieren, die sich au...
Smart Locks sollen den klassischen Haustürschlüssel ablösen. Es genügen ein Smartphone und ein PIN-Code, oder Sie nähern sich einfach nur an – und die Haustür entriegelt sich. Für diesen Komfort ist kein großer Aufwand notwendig.
Am einfachsten sind Smart Locks zu installieren, die sich auf den vorhandenen Schließzylinder setzen lassen. Sie eignen sich auch für Mietwohnungen. Ragt der Schließzylinder aus der Tür heraus, fixieren Sie das Smart Lock mit Schrauben. Bei geringem oder keinem Überstand kleben Sie die Montageplatte an der Tür fest.
Oft kein Schlosswechsel nötig
Im Inneren des Smart Locks werkelt ein Motor. Er dreht den Schlüssel, der im Schloss steckt, und sperrt so die Tür auf- oder zu. Die Energie liefern handelsübliche Batterien oder ein Akku – beide halten normalerweise einige Monate durch.
Voraussetzung für die Montage auf dem vorhandenen Schloss: Der Schließzylinder bietet eine Not- und Gefahrenfunktion. Das heißt: Wenn der Schlüssel innen im Schloss steckt, lässt sich die Tür weiterhin von außen aufsperren. So gelangen Sie selbst bei einem Defekt oder mit leeren Akkus noch ins Haus. Bringt Ihr Zylinder diese Funktion nicht mit, sollten Sie ihn ersetzen.
Viele Smart-Lock-Hersteller bieten dafür in der Länge anpassbare Universalzylinder an. Oder Sie wählen ein Smart Lock, das grundsätzlich den Tausch des Schließzylinders erfordert. Oft sind das besonders kompakte Modelle, die an der Tür weniger auffallen.
Bluetooth, WLAN oder Thread? Was allen Smart Locks gemeinsam ist: Sie nutzen Bluetooth Low Energy, um sich mit dem Smartphone und Zubehör wie Keypads oder Türkontakten zu verbinden. Um auch aus der Ferne auf das Smart Lock zugreifen zu können, sind meist WLAN-Bridges erhältlich oder gehören zum Lieferumfang.
Einige Smart Locks haben WLAN an Bord und brauchen keine separate Bridge. Die Kehrseite: WLAN verbraucht mehr Energie als Bluetooth und verkürzt darum die Batterielaufzeit.
Neu ist, dass einige Smart Locks auch den Funkstandard Thread unterstützen. So lassen sie sich an Zentralen für den Smarthome-Standard Matter anlernen, die einen Thread-Hub haben – zum Beispiel an den Amazon Echo der vierten Generation. Das spart Energie, die Extra-Bridge, und Sie können die Schlösser in ein herstellerübergreifendes Smarthome-System integrieren.
Wir haben zehn der derzeit besten Smart Locks getestet – die Unterschiede sind teilweise sehr beachtlich.
Hier unsere Kandidaten:
1. Nuki Smart Lock Pro (5. Gen.) im Test; Testurteil: überragend; "Testsieger"
2. Nuki Smart Lock Ultra im Test; Testurteil: sehr gut
3. Tedee Pro im Test; Testurteil: gut
4. Aqara U200 im Test; Testurteil: gut
5. Switchbot Lock Ultra im Test; Testurteil: gut; "Sieger Preis/Leistung"
6. Tedee GO2 im Test; Testurteil: gut
7. Yale Linus Smart Lock L2 im Test; Testurteil: gut
8. Abus Loxeris One im Test; Testurteil: gut
9. Ezviz DL01 Pro Kit im Test; Testurteil: befriedigend
10. Loqed Touch Smart Lock im Test; Testurteil: befriedigend
Testverfahren: Smart Locks
Einen großen Teil des Tests nimmt die Überprüfung der Alltagstauglichkeit ein. Das heißt konkret: Wie schnell reagiert das Smart Lock auf Befehle und wie flott sperrt es die Tür auf? Ebenfalls wichtig: Wie laut ist der Motor? Dafür messen wir den Schalldruckpegel und kombinieren ihn mit einer subjektiven Einschätzung.
Dazu kommt die Bewertung der Bedienung, die sich aus Installation, Montage, Konfiguration, App-Steuerung und dem Einladen von Gästen zusammensetzt. Dabei punkten Schlösser, die jeden Installationsschritt verständlich erklären, keinen Zylindertausch erfordern und intuitiv zu bedienen sind.
Nicht zuletzt fließt der Funktionsumfang in die Bewertung ein. Dazu zählen unter anderem die Integration in Smarthome-Systeme und die Möglichkeiten beim Erstellen von Zutrittsberechtigungen.
Experten-Meinung: Andreas Frank, Autor PCgo + PC Magazin
Marktführer Nuki landet mit seinen Premium-Smart-Locks Pro und Ultra auf den vorderen Plätzen. Die wichtigsten Gründe dafür: die einfache Bedienung, der große Funktionsumfang und der Verzicht auf eine separate Bridge für den Fernzugriff. Wer ein noch kompakteres Smart Lock sucht, findet im Tedee Pro eine hochwertige Alternative. Wer weniger Geld ausgeben will, sollte sich den Preis-Leistungs-Sieger Switchbot Lock Ultra ansehen. Für 160 Euro bekommen Sie bereits ein Smart Lock mit wiederaufladbarem Akku und Türkontakt. Ebenfalls preiswert: Das Aqara U200 mit Keypad und Fingerprint-Sensor für 170 Euro. In beiden Fällen ist für den Fernzugriff aber noch eine WLAN-Bridge erforderlich.